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Tag der offenen Beratungsstelle

PNP Bericht vom 07.02.2020

Mit Blumenstrauß "Geschenk des Lebens" und Spendertorte: (v.r.) die Donum-vitae-Beraterin Ingrid Schwaighofer, Leiterin Marion Weigl,Hauzenbergs Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer, stv. Landrätin Gerlinde Kaupa, Josef Hasenberger, Bürgermeister von Bad Birnbach, Oberbürgermeister Jürgen Dupper, Stadtrat Franz Prügl, Förderkreisbevollmächtigte Gaby Dorn, Edith Lirsch, Bürgermeisterin von Triftern, Stefan Geiß (Jobcenter), Bürgermeister Urban Mangold, Stadträtin Sissi Geyer, Landesvorsitzender der Grünen Eike Hallitzky, Thomas Hofbrückl (Lebenshilfe) und Otmar Hausfelder (Sparkasse). −Foto: Fischer

Eigentlich, ja eigentlich dauert es noch ein bisschen bis zum 20. Geburtstag der Passauer Beratungsstelle Donum Vitae. Denn erst im September 2000 wurde der Förderkreis Passau gegründet, am 2. Januar 2001 die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Passau gestartet. "Aber der bayerische Landesverband wurde bereits im Oktober 1999 gegründet und so feiern wir eben jetzt schon mit und quasi das ganze Jahr", erklärte Leiterin Marion Weigl gestern am Tag der offenen Beratungsstelle.

Zu dem Anlass war eine Vielzahl von Politiker und Vertretern verschiedener Behörden und Einrichtungen in den Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße erschienen. Interessiert verfolgten die Gäste Weigls Ausführungen. Vor allem die Tatsache, dass die Beratungsstelle in Passau fünf Prozent der Kosten selbst aufbringen und viel Energie und Findungsreichtum darauf verwenden müsse, die 20 000 Euro zusammenzusammeln, stieß auf Unverständnis. "Obwohl die Stadt Passau uns unterstützt und auch viele Bürgermeister der umliegenden Kommunen mitzahlen, einfach ist das nicht", machte Weigl deutlich und zählte die Benefiz-Aktionen auf – von der Kuchenmeile bis zum Golfturnier.

Sie verwies auf die Flaschenpfandbox, die in Hutthurmer und Büchlberger Edeka-Märkten aufgestellt wurde. Oder auf das Passauer Blumengeschäft, das Donum vitae nun unterstützt. "Mit dem Strauß, der unter dem Motto ‚Geschenk des Lebens‘ die Ladentheke wechselt, gehen jetzt zwei Euro an uns", freute sie sich. Eine Spendentorte zeigte, wer sonst noch mit von der Partie ist...

"Das kann es eigentlich nicht sein, dass Sie sich hier runterstrampeln, um Gelder einzutreiben, für eine Sache, die staatliche Aufgabe ist", fand Oberbürgermeister Jürgen Dupper klare Worte und überreichte einen Spendenscheck zum Jubiläum. Auch mit Kritik für "das Verhalten der Mutterkirche" sparte er nicht.

"Ja, die Kirche spricht nicht mit uns, am Domplatz haben wir nichts verloren", bedauerte Beraterin Ingrid Schwaighofer.

Und Marion Weigl ergänzte: "Wir beraten nicht mit der Bibel in der Hand, aber natürlich ist Religiosität ein Anknüpfungspunkt. Wir bringen die Themen Schuld, Vergebung, schlechtes Gewissen, Bestrafung nach dem Tod rein ins Gespräch. Entscheidend bei unseren Schwangerschaftsberatungen ist, dass die Leute sich nicht verstellen müssen, sie können so sein, wie sie sind und alles fragen. Und wir sind ihnen behilflich, den richtigen Weg für sich zu finden."

Dass das Beratungsteam aus drei Frauen, das seit 2003 am Start ist, mit Herzblut bei der Sache ist, auch das wurde überdeutlich. "Wichtig ist uns, dass sich die Frauen wohlfühlen, sie müssen keine Lügen erzählen, sich nicht schämen." Übrigens: Auch Männer seien ab und an mit dabei, gerade bei Migranten, weil sie der deutschen Sprache mächtiger seien als ihre Frauen.

Donum vitae ist nicht nur – wie man im ersten Moment vermuten könnte – für Schwangere da, nach dem Motto "Hilfe, ich bekomme ein Kind", um die im Schwangerschaftkonflikt gemäß der gesetzlichen vorgeschriebene Beratung wahrzunehmen. Hauptsächlich geht es rund um Schwangerschaft und Geburt (2019 waren es exakt 613 Beratungen). 506 Beratungen fanden zum Themenkreis nach der Geburt statt, 155 waren es zu Schwangerschaftskonflikten, 60 bei Partnerschafts- und Familienproblemen , 12 bei Tot- und Fehlgeburt, 8 vor, während und nach Pränataldiagnostik, Behinderung und Krankheit und 3 bei unerfülltem Kinderwunsch.

Aber auch bei den ganz profanen Dingen des Lebens sind die Beraterinnen behilflich. Etwa, wenn es darum geht, Elterngeldformulare auszufüllen. "Glücklicherweise haben wir seit einem Jahr jetzt im Wartezimmer einen Klientencomputer mit Internetanschluss", betonte Weigl.

Sexualpädagogik gehört ebenfalls zum Aufgabenfeld. "Wir bieten Angebote für Schulen ab der 5. Klasse, für Grundschulen gibt es ein Lehrerfortbildungsprojekte."

Donum vitae mit Sitz in Passau ist für Stadt- und Landkreis Passau, sowie die Landkreise Rottal-Inn, Freyung-Grafenau und Regen zuständig. Außerdem gibt es Außensprechtage in Vilshofen und Pfarrkirchen. Weitere Infos auf der neuen Homepage passau.donum-vitae-bayern.de

 

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